Modelle für ein neues Museum

(c) South Tyrol Museum of Archaeology

16 Architekturprojekte für einen neuen Museumsstandort

65 Studierende der Universität IUAV Venedig setzten sich im Rahmen eines städteplanerischen Seminars damit auseinander, wie ein neues Südtiroler Landesmuseum für Archäologie in Bozen aussehen könnte und, darüber hinaus, wie sich ein neues Kultur- und Museumsareal in die Stadt einfügen würde.
Entwürfe und Modelle waren vom 21. März bis 2. April 2024 im Landhaus 11 der Autonomen Provinz Bozen in der Rittner Straße ausgestellt. Einen Eindruck davon vermitteln die untenstehende Fotostrecke und ein Artikel in der Südtiroler Architekturzeitschrift „Turris Babel“ von 2024.

Unter Anleitung der Professoren Carlana, Pace und Trovò entwarfen 65 Architektur-Studierende des fünften Studienjahres der Universität Iuav Venedig Konzepte dafür, wie das von der Landesregierung beabsichtigte neue Archäologiemuseum in Bozen auf dem Gelände der Villa Gasteiger aussehen könnte. Das Areal befindet sich zwischen der Dantestraße und den Wiesen entlang des Talferflusses. Dabei wurde auch schon der nebenan gelegene, in naher Zukunft frei werdende Grund des Gefängnisses mitgedacht.

„Das Interessante für die Studierenden war die Möglichkeit, mit einem realen Projekt konfrontiert zu werden“ freute sich Architekt Michel Carlana, der die Studierenden anleitete. „Sie mussten einerseits die Bedürfnisse des Museums und die Gegebenheiten des Gebiets berücksichtigen. Andererseits hatten sie die Möglichkeit, einen zukünftigen und wichtigen kulturellen Ort in der Stadt Bozen frei zu gestalten. Wir haben versucht, ihn als integrativen und einladenden Raum zu konzipieren, der mit dem Stadtgefüge und der lokalen Gemeinschaft verbunden ist. Das Ziel ist, sich zu Hause zu fühlen, auch wenn wir uns in einem kollektiven Raum befinden“.

Die studentische Initiative wurde vom Bozner Kulturverein Restart BZ unter Renato Sette angeregt: „Ausgangspunkt war die Studie zur Ermittlung eines neuen Standorts für das Südtiroler Archäologiemuseum, das von den Architekten weber+ winterle im Auftrag der Autonomen Provinz Bozen angefertigt worden war. Über die darin formulierten Leitlinien haben wir die Studierenden an den Themenkomplex Landeshauptstadt sowie an die Notwendigkeit herangeführt, ein Museum zu entwerfen, das nicht nur eine Attraktion für die vielen Gäste aus aller Welt darstellt, sondern vor allem auch ein offener und zugänglicher Begegnungsort für die Bürgerinnen und Bürger der Hauptstadt und der Provinz sein soll.“

Die sechzehn Projektvorschläge berücksichtigen zudem die Zugänglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Nähe zum Bahnhof und zum Rad- und Fußgängernetz sowie das Thema Nachhaltigkeit des neuen Kulturzentrums.

Interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie den Verantwortlichen der Autonomen Provinz Bozen bot sich durch diese Initiative die Möglichkeit, Ideen zu testen und zu erproben, die später Grundlagen des Architekturwettbewerbs für das neue Südtiroler Archäologiemuseum darstellen könnten.

 

Fotos:
(c) Südtiroler Archäologiemuseum

Show Buttons
Hide Buttons