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Der Bogen
Auf seiner Wanderung führte der Mann aus dem Eis einen 1,82 m langen Bogenstab mit sich. In der Felsmulde angekommen, hat er ihn offensichtlich an den Felsen gelehnt, wo er Tausende Jahre später noch aufrecht stehend gefunden wurde.
Der Bogen wurde aus einem Eibenstamm gearbeitet. Die deutlichen Spuren der Bearbeitung an der Oberfläche – fachgerecht und sorgfältig ausgeführte Axthiebe - weisen auf einen noch unfertigen Bogen. Der Rohling hätte erst noch zu Ende geformt, abgeschabt und mit Schachtelhalmen poliert werden müssen.
Auch fehlt die Bogensehne, die bei prähistorischen Bögen üblicherweise an einem Ende mit einer Schlaufe, und am anderen durch eine Umwicklung befestigt war.
Experimente mit rekonstruierten Bögen dieser Art haben gezeigt, dass auf Distanzen von 30–50 m problemlos mit hoher Zielgenauigkeit tödliche Schüsse auf Wildtiere möglich sind.
Aus detaillierten Untersuchungen des Bogenstabs geht hervor, dass er mit Blut getränkt worden war. In getrocknetem Zustand wirkt Blut Wasser abweisend.

