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Anatomische Besonderheiten
Das Forscherteam konnte einige anatomische Besonderheiten und krankhafte Veränderungen am Körper der Mumie diagnostizieren. Dafür wurden unter anderem moderne bildgebende Verfahren angewendet.
Der Mann aus dem Eis besitzt kein zwölftes Rippenpaar. Diese zwar seltene Anomalie wirkte sich für ihn aber nicht nachteilig aus. Auf der linken Seite des Brustkorbs ist ein verheilter Serienrippenbruch sichtbar; auf der rechten Seite können hingegen frische Rippenfrakturen beobachtet werden.
Sind sie etwa auf einen Unfall kurz vor seinem Tod zurückzuführen? Oder auf den großen Druck des Gletschereises?
Der Druck des Eises ist zweifellos der Grund für die Deformationen im Schädelbereich der Mumie.
Auffallend ist das Diastema, eine natürliche Zahnlücke zwischen den oberen Schneidezähnen, sowie die fehlende Anlage der Weisheitszähne. Der starke Abkauungsgrad des Gebisses ist wohl auf den Verzehr von Getreide zurückzuführen, welches durch das Mahlen auf Steinmühlen durch Sand verunreinigt war. Im linken Frontalbereich des Oberkiefers zeigt sich eine verstärkte Abnutzung. Diese ist wohl mit einer regelmäßigen Verwendung des Zahnapparates als „Werkzeug“, zur Bearbeitung von Holz, Knochen, Leder, Sehnen u.ä., in Verbindung zu bringen.

