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Wie sah er aus?
Nach eingehender Untersuchung der 1,54 m langen und nur 13 kg schweren Mumie konnten die Wissenschaftler folgendes Erscheinungsbild rekonstruieren:
Es handelt sich ohne Zweifel um einen Erwachsenen männlichen Geschlechts. Sein Alter beträgt aufgrund der Knochenstruktur ungefähr 45 Jahre. Der Mann war zu Lebzeiten etwa 1,60 m groß, was den durchschnittlichen Körpermaßen der jungsteinzeitlichen Bevölkerung entspricht. Er war schlank, mit schwach ausgebildetem Unterhautfettgewebe, und dürfte um die 50 kg gewogen haben.
Seine Haare, die durch die Mumifizierung völlig ausgefallen sind, waren dunkel und gewellt. Er trug sie mindestens schulterlang und vermutlich offen. Neben Büscheln von menschlichem Haupthaar konnten an der Fundstelle auch kürzere krause Haare geborgen werden.
Demnach trug der Mann mit großer Wahrscheinlichkeit einen Bart. DNA-Untersuchungen haben ergeben, dass er braune Augen hatte. Die Weichteile der Gesichtspartie sind durch die Eismassen deformiert. Mehrere Experten haben mittlerweile versucht, das Gesicht des Mannes aus dem Eis zu rekonstruieren. Die neueste Rekonstruktion, die auch im Südtiroler Archäologiemuseum ausgestellt wird (im Bild), stammt von den holländischen Künstlern Adrie und Alfons Kennis. Sie basiert auf den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

