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Forschungszugang

Anträge und Anfragen für Untersuchungen an der Mumie des Mannes aus dem Eis müssen bei der Direktion des Südtiroler Archäologiemuseums eingereicht und protokolliert werden.
Voraussetzung für die Aufnahme des Genehmigungsverfahrens ist ein schriftliches Ansuchen von Seiten der Forschungsprojektleiter/innen in deutscher, italienischer oder englischer Sprache, das in Form eines Projektantrages abgefasst werden muss. Es muss präzise Angaben zu den Fragestellungen/Zielsetzungen und zum wissenschaftlichen Procedere enthalten, sowie ein berufliches Curriculum.

Eingereichte Projektanträge werden von der Direktion geprüft und laufend an die Mitglieder des Fachbeirats für den Mann aus dem Eis zur Begutachtung weitergeleitet. Bewertungskriterien des Fachbeirats sind die wissenschaftliche Qualität und Relevanz des Projekts, die Vermeidung eventueller Risiken für die Konservierung und die Unversehrtheit der Mumie. Den Entscheidungen liegen auch ethische Überlegungen zugrunde.
Neben den Gutachten des Fachbeirats holt die Direktion des Museums auch eine Stellungnahme des/der Beauftragten für die Konservierung ein.
Das Museums kann Forschungsprojekte nur dann genehmigen, wenn ein schriftliches positives Gutachten von Seiten des Fachbeirats und des/der Konservierungsbeauftragten vorliegen.

Sowohl der Fachbeirat als auch der/die Konservierungsbeauftragte haben die Möglichkeit auch nur Teilbereiche eines Projekts zur Umsetzung zu empfehlen. Projektantragsteller, deren Projekt negativ bewertet worden ist, haben das Anrecht auf eine schriftliche Begründung und die Möglichkeit einen revidierten Projektantrag zur Wiedererwägung einzureichen.
Die Direktion des Museums schließt in Folge entsprechende Verträge mit den Projektantragstellern ab, die von den Projektleiter/innen und der Direktion des Museums unterzeichnet werden.
Ein Forschungsprojekt gilt von Seiten des Museums erst dann als abgeschlossen, wenn der Abschlussbericht vorliegt und eventuelles Restprobenmaterial rückerstattet worden ist.