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Ein Blick in die Forschung

Der Mann aus dem Eis ist ein einzigartiges Fenster in die Vergangenheit. Nie zuvor war eine derart alte und gut konservierte, gefrorene Mumie aus der Jungsteinzeit gefunden worden.

Seit seiner Entdeckung 1991 liefert „Ötzi“ für zahlreiche naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Forschungsdisziplinen weltweit neue Informationen aus unserer Vorgeschichte.

Ausgehend von Ötzi kann die Entstehung von organischen Besonderheiten oder Krankheiten von heute erforscht werden, konnten neue Instrumentarien in der Diagnostik entwickelt werden, können Aussagen über Klimaentwicklungen getroffen werden. Ötzi hat unzähligen Forschungsdisziplinen zu andernfalls unmöglichen Einblicken verholfen.

Darüber hinaus interessiert viele Menschen und Medien besonders das Schicksal des Mannes, seine persönliche Geschichte, wie er lebte und wie er starb. In diesem Punkt trug und trägt vor allem die medizinische, die paläopathologische und die forensische (kriminalistische) Forschung immer wieder zu weiteren Details bei. Damit wurde und ist der Mann aus dem Eis auch ein einzigartiges Beispiel für die positiven Ergebnisse von interdisziplinärer Forschungsarbeit.

Niemand weiß genau, wie viele Forschungsteams sich auf der ganzen Welt seither mit dem Phänomen auseinandergesetzt haben. Uns bekannte wissenschaftliche Veröffentlichungen über Gewebe- und Standort-Proben lösen ihrerseits weitere Untersuchungen aus oder sind Anstoß für neue Betrachtungsweisen. Das EURAC-Institut für Mumien und den Iceman versucht immer auf dem aktuellen Stand über laufende Untersuchungen und Ergebnisse zu bleiben.